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Trauma

Foto: sol-b / photocase.de

Mit Trauma, im psychologischen Sinne, ist eine psychische Verwundung gemeint. Vergleichbar mit den körperlichen Verletzungen, die bei Gewalttaten entstehen, erleiden die Opfer auch eine seelische Wunde.

Unter einem traumatischen Erlebnis oder einer traumatischen Erfahrung wird das Erleben eines überwältigenden Erlebnisses von katastrophalem Ausmaß verstanden, bei dem die „normalen“ Schutz- und Abwehrmechanismen der betroffenen Person (und ihrer Psyche) nicht mehr ausreichen. Wenn weder Widerstand noch Flucht möglich sind, erleben sich Betroffene als Opfer unfassbarer Ereignisse, denen sie hilflos ausgeliefert sind.

Geschehnisse, die für Menschen ein Trauma sein können, zeichnen sich  oft dadurch aus,

  • dass die Person überwältigt ist von unerträglichen Ereignissen,
  • dass psychisch oder physisch eine Todesnäheerfahrung passiert,
  • und dass die Möglichkeiten, zu fliehen oder dagegen anzukämpfen entfallen. 

Als direkte Reaktion des Gehirns erfolgt oft eine Abspaltung des Unerträglichen in das sogenannte Traumagedächtnis, welches unabhängig vom biografischen Gedächtnis funktioniert.

Manchmal führt das dazu, dass Opfer sich über einen langen Zeitraum an Traumata nicht erinnern können und auch keine Gefühle dazu empfinden. Diese und andere Schutzreaktionen haben den Sinn, dem Opfer beim Überleben der mit Todesangst verknüpften Erfahrung zu helfen.

Etwa 30- 60 Prozent der Menschen erleben im Laufe ihres Lebens ein schweres Trauma.

Traumatische Ereignisse sind extrem stressreich und bringen das Gehirn tatsächlich in die Klemme. Es können Einzelereignisse sein, wie z.B. ein Überfall, ein Arbeitsunfall, eine Vergewaltigung, ein Gewalterlebnis im Krieg, ein Verkehrsunfall oder eine Naturkatastrophe...

Ereignisse die länger andauern, sind erwartungsgemäß schwerer zu verkraften als kürzere.

Besonders schwere Traumareaktionen finden sich zudem bei Geschehnissen,

  • die sich häufiger wiederholen,
  • zwischenmenschliche Gewalt beinhalten („man-made“) und noch schlimmer,
  • wenn die Gewalt von einer nahestehenden Person ausgeht.

Häusliche Gewalt findet meistens in einem scheinbar vertrauten Umfeld statt, wird ausgeübt von einer Vertrauensperson, einem Beziehungspartner. Typisch ist auch, dass sich häusliche Gewalt wiederholt und sogar meist noch in der Schwere steigert.

Oft übernehmen Opfer häuslicher Gewalt sogar die Schuld für das Geschehen und das Handeln des Täters. Dies macht es für sie schwerer, sich Hilfe zu holen, weil zu der Schuld oft noch die Scham hinzu kommt.

Heute ist sicher belegt, dass je jünger ein Mensch beim Erleben eines traumatischen Geschehnisses ist, desto gravierender die Folgen für ihn sind. Das bedeutet für Kinder, die misshandelt werden oder/ und  häusliche Gewalt als ZeugIn miterleben müssen, ein erhebliches Risiko, in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigt und geschädigt zu werden.

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