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Häusliche Gewalt und Gesundheit

Häusliche Gewalt ist eine der größten Gesundheitsgefährdungen für Frauen weltweit.
(Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen / WHO, 2002)

In Europa stellt häusliche Gewalt die Hauptursache für Tod oder Gesundheitsschädigung von Frauen zwischen 16 und 44 Jahren dar – noch vor Krebs oder Verkehrsunfällen.
(Europarat, 2002)

Gewalt macht krank!

Gewalt an Frauen wirkt sich unmittelbar auf die seelische und körperliche Gesundheit aus.

Hier sind zuerst die direkten Folgen der Gewaltausübung zu nennen. Sie umfassen körperliche Verletzungsfolgen wie Prellungen, Blutergüsse und Abschürfungen bis hin zu schweren und schwersten Verletzungen wie Knochenbrüche, Organrisse, Schuss- und Stichwunden oder Verbrennungen. Jährlich kommen in Deutschland sogar mehr als 100 Frauen durch Partnerschaftsgewalt ums Leben.

Das Leben in der gewaltbelasteten Beziehung führt in vielen Fällen bei  Frauen auch zu psychosomatischen Erkrankungen wie Herz- /Kreislaufproblemen, Magen-/Darmbeschwerden oder Kopfschmerzen. Außerdem leiden gewaltbetroffene Frauen weitaus häufiger als andere Frauen unter gynäkologischen Beschwerden.

Die erlebte Gewalt kann aber auch zu lang anhaltenden Verletzungen der Seele, zu Traumatisierungen führen. Psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Schlafstörungen, Angstzustände und Depressionen, bis hin zu Suizidgedanken, können selbst noch nach lange zurückliegenden Gewalterfahrungen auftreten.

 

Umso wichtiger ist deshalb die Sensibilisierung der im Gesundheitssystem Beschäftigten, damit die erlebte Gewalt auch als Ursache von Gesundheitsproblemen erkannt und für betroffene Frauen vor Ort eine frauengerechte und traumaspezifische Versorgung zur Verfügung gestellt wird.

Häufig sind ÄrztInnen die ersten, denen sich Opfer von Gewalt anvertrauen. Aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht, kann die Betroffene in einem geschützten Rahmen über die erlebte Gewalt sprechen und Informationen über weitergehende Hilfsangebote erhalten.

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